“Lewer dut als iwisch in Nut!”
(Lieber tot als ewig in Not)
Im Jahre 1632 wurde Koblenz von schwedischen Truppen belagert und die umliegenden Dörfer zum Teil schwer verwüstet. Besonders die Ortschaften Güls, Lay und Moselweiß wurden häufig von einer marodierenden Bande ehemaliger schwedischer Landsknechte , die an der “Schwedenschanze” am Koblenzer Stadtwald ein befestigtes Lager errichtet hatte, überfallen und Einwohner verschleppt. Als ausgekundschaftet worden war, dass diese Bande in der Nacht von Sonntag auf Montag nach dem Dreikönigsfest einen Überfall auf Moselweiß plante rotteten sich Bauern aus Moselweiß, Güls und Lay zusammen, um den Angriff abzuwehren. Es gelang ihnen, die Schweden vom Weg zur Moselseite hin abzudrängen. Viele Soldaten stürzten den steilen Hang hinab. Wer in die Hand der Bauern geriet, musste für seine Untaten schwer büßen. Der Sieg wurde von da an alljährlich am ersten Montag nach dem 6. Januar als “Schwörmontag” gefeiert. Nachdem dieser Feiertag eine Zeit lang in Vergessenheit geraten war, wird er seit den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wieder jedes Jahr von den Landwirten, Winzern und Jägern festlich begangen.
Zwischen
Arbeiten und Konsumieren
soll Stille sein
und Freude,
dem Gruß des Engels zu
lauschen.
Fürchte dich nicht!
Zwischen
Aufräumen und Vorbereiten
sollst du es in dir singen hören,
das alte Lied der Sehnsucht:
Maranatha, komm, Gott, komm!
Zwischen
Wegschaffen und Vorplanen
sollst du dich erinnern
an den ersten Schöpfungsmorgen,
deinen und aller Anfang,
als die Sonne aufging
ohne Zweck
und du nicht berechnet wurdest
in der Zeit
die niemandem gehört,
außer dem Ewigen.
Dorothee Sölle
Herbst GedichteZu Golde ward die Welt; |





